Wenn der Wunsch bleibt

Manchmal frage ich mich, wie viel ein Herz tragen kann- an Verlusten… an Fehlgeburten.
Ja- es gab ein Wunder, das vor zehn Jahren geboren wurde!


Und trotzdem – dieser Wunsch, der nie ganz gegangen ist: Der Kinderwunsch ist kein Kapitel, das man einfach abschließt. Er ist eher wie eine leise Stimme im Hintergrund, die immer wieder auftaucht. Mal sanft, mal schmerzhaft laut.

Nach all dem, was war, hätte ich gedacht, dass er irgendwann verstummt. Aber er ist noch da. Vielleicht leiser. Vielleicht vorsichtiger. Aber immer noch da.
Mit den Jahren ist etwas Neues dazugekommen: der Druck.
Der Druck des Älterwerdens, der sich anfühlt wie eine tickende Uhr.
Der Druck von außen – und manchmal auch von innen.


Und der Druck, der ungewollt auf den Menschen fällt, den man liebt.
Mein Mann trägt diesen Wunsch mit mir, aber er trägt auch die Angst. Die Angst vor erneuten Verlusten, vor neuen Wunden, die vielleicht nicht mehr heilen wollen.

Und ich stehe dazwischen: zwischen meinem Herzen, das noch hofft, und meiner Vernunft, die weiß, wie zerbrechlich diese Hoffnung sein kann.


Es ist nicht leicht, sich einzugestehen, dass man etwas so sehr will, obwohl man weiß, wie weh es tun kann.
Es ist nicht leicht, stark zu sein, wenn man sich eigentlich einfach nur fallen lassen möchte.
Und es ist nicht leicht, einen Traum zu haben, der sich jedes Mal wie ein Risiko anfühlt.


Doch trotz allem bin ich dankbar: Dankbar für das Leben, das ich in meinen Armen halten durfte. Dankbar für die Liebe, die uns trägt. Und dankbar für die Hoffnung, die – so verletzlich sie auch ist – immer noch leuchtet.


Vielleicht ist dieser Blog genau dafür da:
um ehrlich zu sein.
um zu zeigen, dass man gleichzeitig dankbar und traurig sein darf.
um zu sagen: Du bist nicht schwach, wenn du weiter hoffst.


Der Weg zum Wunschkind ist kein gerader. Meiner ist voller Kurven, Narben und leiser Tränen. Aber auch voller Liebe. Und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich weitergehe – Schritt für Schritt, Herz an Herz, mit all dem, was war, und all dem, was vielleicht noch kommt.

Es beginnt mit einem Wunsch

Lange habe ich überlegt, ob ich diesen Blog wirklich starten soll.
Der Weg zum Wunschkind ist etwas sehr Persönliches – voller Hoffnung, Zweifel, Geduld und manchmal auch Tränen.


Ich habe gemerkt: Man fühlt sich oft allein mit all diesen Gedanken.

Genau deshalb möchte ich hier schreiben.
Dieser Blog soll ein Ort sein für Ehrlichkeit. Für Mut. Für alle, die gerade warten, hoffen oder kämpfen.


Vielleicht erkennst du dich in manchen Zeilen wieder. Vielleicht fühlst du dich weniger allein.
Das ist mein größter Wunsch!

Lieblingswort

Kennt ihr das? Euer Kind lernt zur Zeit jeden Tag neue Worte hinzu…

So ein Wunder…so eine Freude… und wirklich manchmal soooo lustig!

Heute Nachmittag habe ich mich mit meinem Mann unterhalten und sagte nebenher „ohne Witz“. Unser Sohn-19 Monate alt- saß einige Meter entfernt, schaut auf einmal auf, lacht laut, klatscht in die Hände und sagt ab diesem Zeitpunkt wie eine Schallplatte, die einen Hänger hat „Iiiiitz“

Abends lege ich das Kerlchen hin und er dreht sich kurz vorm Einschlafen nochmal zu mir, nimmt meine Hand und sagt ganz ernst „Mama Iiitz“.

Und n solchen Momenten frage ich mich: Wie kann es sein, dass ein Wort einem so Freude bereiten kann, so sehr, dass sich am Ende die ganze Familie an einem Wort erfreut, das zuvor überhaupt nicht beachtet wurde.

Wenn wir Erwachsenen schon solche tollen Wörter übersehen, was verpassen wir sonst noch so? Naja, mein Sohn wird es mir (wieder?) zeigen.

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